Robert Hrastnig

Friday, January 13, 2006

Strukturalismus


Erläutere die zentralen Interessen des Strukturalismus Levi Strauss’scher Prägung.
Wie ist die Bedeutung des strukturalistischen Ansatzes aus heutiger Sicht zu bewerten, auf welche Forschungsbereiche konzentrierten sich nachfolgende Anthropologen/Innen und warum?


Biographie Claude-Levi-Strauss

Claude Levi-Strauss wurde 1908 in Brüssel geboren und gilt neben Durkheim sowie Marcell Mauss als der Begründer des französischen Strukturalismus.
Von 1927-1932 studierte Claude Levi-Strauss an der Pariser Universität Sorbonne Rechtswissenschaften und Philosophie. Nachdem er einige Jahre am Gymnasium Laon unterrichtet hatte, nahm Levi-Strauss 1935 die Chance war an der neu gegründeten Universität von Sao Paulo als Professor zu arbeiten. In den kommenden drei Jahren die Claude Levi-Strauss in Sao Paolo lehrte, wurden vom ihm auch dazu genützte, um ethnographische Forschungsreisen zu indigenen Gruppen durchzuführen.
Nachdem Claude Levi-Strauss einige Jahre in Frankerich verweilte wurde er auf Grund seiner jüdischen Abstammung genötigt, sein Heimatland Richtung Amerika zu verlassen. [1] In den Jahren 1942-1945 lehrte Claude Levi-Strauss an der New Yorker School of Social Research.
Nach den Zweiten Weltkrieg war Claude Levi-Strauss in New York als französischer Kulturattache tätig.
Im Jahre 1947 kehrte er schließlich wieder nach Paris zurück, dort arbeitete er mit Marcell Mauss, bis zu desem Tode 1950,zusammen.
1949 wurde Claude Levi-Strauss zum stellvertretendem Direktor des „Musee de la Home“ und ein Jahr später zum Studiendirektor an der „Ecole Partique des Hautes Etudes“ in Paris ernannt. Dort übernahm er am Institut für Sozialanthropologie, von Marcell Mauss und Maurice Leenahrd, den Lehrstuhl für Vergleichende Religionswissenschaft der schriftlosen Völker.
Außerdem war Claude Levi-Strauss von 1959-1982 Professor für Sozialanthropologie am angesehenen College de France. [2][3]


Strukturalismus und die Strukturtheorie Claude Levi-Strauss

Der anthropologische Strukturalismus löste in den 20 Jahren des vorigen Jahrhunderts langsam die evolutionistische sowie die diffusionistische Theorie ab. Das Verstehen des Fremden aus dessen eigenen Voraussetzungen heraus, sowie dessen Erklären als gesetzmäßigen Zusammenhang waren die neuen Ansatzpunkte für viele Ethnologen.

Bedeutsame Personen der Kulturanthropologie und aus anderen akademischen Wissenschaftsdisziplinen, sowie Claude Levi-Strauss großes Interesse an der Geologie, haben den anthropologischen Strukturalismus Claude Levi-Strauss indirekt mitgeprägt. Marcell Mauss dessen Schüler Claude Levi-Strauss war, gab ihn mit seinen umfangreichen Werk, „Die Gabe“, einen Leitfaden für seine strukturalen Ansichten.
Und natürlich fließen auch Thesen, vom zweiten großen Denker der frankophonen Kulturanthropologie, Emil Durkheim in Claude Levi-Straus Werke ein. Während seiner Jahre in New York pflegte Claude Levi-Strauss engen Kontakt mit Franz Boas und daher spielt auch die poasche Kulturanthropologie eine Rolle in seinem Denken.
Aber vor allem sollte man Ferdinand de Saussure hervorheben, der ihn über die Linguistik hinaus, in Richtung der Psychologie (wo auch der Einfluss Freuds erkennbar ist) beeinflusste. Und wie sehr er marxistische Werte aufgenommen hat, wird am besten durch seinen Ausspruch verdeutlicht: „he never writes anything without reading some Marx first in order to get his mind working in the proper dialectical fashion”[4]

Levi-Strauss’scher Lehrsatz unterscheidet zwischen einer bestehenden konstanten Basisstruktur und deren oberflächlichen Erscheinung.
Claude Levi-Strauss Arbeitsbasis stützt sich stark auf seine These, „nach der sich die universelle Formen des menschlichen Denkens stets in binären Gegensetzpaaren bewegen, die dabei den Grundgegensatz von „Kultur“ zur „Natur“ zur Grundlage hätten.
Seine Hypothese begründet er unter anderem damit, dass das menschliche Gehirn, egal welcher ethnischen Zuordnung jemand angehört, keine physiologischen Unterschiede aufweist.“[5]
Diese These ist in der heutigen Wissenschaft zu (2-)Einfältig, denn unser Hirn arbeitet weit komplizierter als immer nur binär Gegensätzlich, also zwischen oben und unten oder schwarz und weiß zu Unterscheiden.
[6] [7] [8]

Verwandtschaftssysteme

Auch in der Verwandtschaftsanalyse sucht Claude Levi-Strauss den gemeinsamen Nenner der verschiedenen Kulten.
Claude Levi-Strauss gelingt es, den für die Kultur- und Sozialanthropologie so wichtigen Bereich der Verwandtschaftsanalyse, zu revolutionieren.

Vor allem die britische Verwandtschaftsabstammungstheorie galt über den Zweiten Weltkrieg hinaus als die vorherrschende Theorie.
Erst im Jahre 1949 mit seinem ersten großem Werk „ Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft“ boxte Claude Levi-Strauss die durch den Nationalsozialismus missbrauchte Form der Abstammungslinie ins Hintertreffen, und somit seine durch Heirat umgesetzte Form des „Verwandtschaft gestalten“ in den Vordergrund. Insbesondere geht es in seinen Büchern darum, wie sich aufgrund einer Heirat, nicht nur der Gesichtskreis der Verwandtschaft vergrößert wird, sondern auch das soziale Umfeld sowie der damit verbundene Machteinfluss anwachsen kann. Ausgangsbasis ist die in keiner Gesellschaft geduldete Form der Inzest.
Claude Levi-Strauss nennt seine Verwandtschaftsanalyse Allianz-Theorie.
Grundsätzlich gibt es in der menschlichen Gesellschaft zwei verschiedene Heiratsregeln, das währe zum einen die Präferentielle, - in dieser Gesellschaft wird nicht vorgegeben aus welcher Gruppe der Heiratspartner/in kommen soll, jedoch aus welcher Gruppe der Lebenspartner/in nicht kommen sollte-, die andere Form ist die präskriptive Heiratsregel, - welche sehr wohl die Gruppe des Heiratspartner/in bestimmt. Die Gemeinsamkeit beider Gesellschaften liegt darin, dass in beiden Systemen die Lebenspartner eine Allianz eingehen, wie Claude Levis-Strauss folgerichtig erkannt hat.
Eine weitere These in „Elementare Strukturen der Verwandtschaft“ widmet sich dem universellen Frauentausch.
„Where most anthropologist had focust on descent and kinship, Levi-Strauss focused on the exchange of women by groups of men as the essential element in social structure. Such systems are solutions to the “primal “ problem of how to get women back from other groups in place of one’s own, who are prohibited as maters. Kinship and descent systems, in Levi-Strauss’s view, are primarilly divices for defining and regulating the nature of this exchange.”[9]
Das der „Frauentausch“ durch dominante Männergruppen die universelle Methode der Allianztheorie ist, wurde von Levi-Strauss seiner Schülerin Francoise Heritier kritisiert und auch Andre Gingrich wiederlegt in seinem Buch „Erkundungen“ diese These.[10]
[11] [12]


Mythenanalyse
Die Mythenanalyse, welche Claude Levi-Strauss in den Bänden Mythologica1-4, beschreibt, ist der zweite große Themenbereich mit dem er sich auseinander setzte.
Claude Levi-Strauss versucht über die Erforschung verschiedenen kulturellen Formen der Mythologie, das universale Denkprinzip der Menschheit zu erklären.
In den bestehenden Strukturen der Kulturen sieht er eine unvollständige menschliche Denkstruktur, die erst in der Mythenanalyse vervollständigt werden kann.
„The realm of myth is crucial in this enterprise, because here human thought has its widest freedom.” [13]
Dass ein Mythos nicht statisch ist, sondern wird er einmal in die Welt gesetzt einer Eigendynamik sowie eine innere Logik folgt, welche mit Hilfe von Metapher und Metonymie laufend variieren und dadurch beständig wird, stellt einen wichtigen Bestandteil Levi-Straussscher Mythenanalyse dar. Somit konnte der anthropologische Strukturalismus auf die Verschiedenartigkeiten der Weltbilder hinweisen, diese jedoch wieder durch ihre Ähnlichkeit und den damit vergleichbaren Logiken miteinander in Verbindung treten lassen.
[14] [15]


Natürlich ist Claude Levi-Strauss außer in der Verwandtschafts- und Mythenanalyse auch in anderen Teilbereichen der Kultur- und Sozialanthropologie stark vertreten, jedoch sind es die zwei Themenbereiche welche den Straussen Strukturalismus ihre Eigenschaft verleiht.
Claude Levi-Strauss gilt als der wohl berühmteste und einflussreichste Ethnologe des 20. Jahrhunderts. Und deswegen behaupte ich, dass kein namhafter Ethnologe sich Levi-Straussscher Thesen und Levi-Straussschen Einfluss entziehen kann.

Persönliche Meinung:
Durch Claude Levi-Strauss Motivation, menschliche Missstände im sozialem Umfelds als sowie deren Umgang mit der Natur, auch in seine wissenschaftliches Schaffen einzubauen und dagegen aufzutreten, schätze ich ihn sehr. Wie ich seine wissenschaftliche Praktiken einschätze, wird sich im Laufe meines Studiums noch weisen.



[1] Levi-Strauss Claude: Traurige Tropen, Shurkamp Taschenbuch Wissenschaft, ( auf den Seiten 14-30 beschreibt Levi-Strauss seine Emigrationsreise)

[2] http: //de.wikipedia.org/wiki/Claude_Levi-Strauss

[3] Parkin Robert: One Discipline, Four Ways; Brithish, German, French and American Anthropologie. Chicago 2005, University of Chicago Press. Seite 208-209

[4] Parkin Robert: One Discipline, Four Ways; Brithish, German, French and American Anthropologie. Chicago 2005, University of Chicago Press. Seite 210

[5] Gingrich, Andre: Erkundungen, Themen der ethnologischen Forschung Böhlau 1999, Wien, Seite 187

[6] Gingrich, Andre: Erkundungen, Themen der ethnologischen Forschung Böhlau 1999, Wien, Seite 188

[7]Fischer, Hans/Beer, Bettina: Ethnologie, Einführung und Überblick, Berlin 2003, Reimer Verlag, Seite 49

[8] ] http: //de.wikipedia.org/wiki/Claude_Levi-Strauss

[9] Keesing, Roger M.: Cultural Anthropology, A Contemporary Perspective, 1981 Australien National University, Second edition, Seite 264

[10] Gingrich, Andre: Erkundungen, Themen der ethnologischen Forschung Böhlau 1999, Wien, Seite 165-176

[11] Gingrich, Andre: Erkundungen, Themen der ethnologischen Forschung Böhlau 1999, Wien, Seite 188,189

[12] Parkin Robert: One Discipline, Four Ways; Brithish, German, French and American Anthropologie. Chicago 2005, University of Chicago Press. Seite 212

[13]Keesing, Roger M.: Cultural Anthropology, A Contemporary Perspective, 1981 Australien National University, Second edition, Seite 344

[14]Keesing, Roger M.: Cultural Anthropology, A Contemporary Perspective, 1981 Australien National University, Second edition, Seite 344,345
[15] Gingrich, Andre: Erkundungen, Themen der ethnologischen Forschung Böhlau 1999, Wien, Seite 189

Thursday, November 03, 2005

Hallo!
Diese liebe Dame ist der Hauptgrund für die nicht vorhandenen, weiteren Einträge.






Funktionalismus
Welche Hauptfragen und –anliegen kennzeichnen den Funktionalismus eines Malinowski oder den Strukturfunktionalismus eines Radcliff- Brown? Diskutiere die Beiträge in Theorie und Methode, die die beiden Gründerfiguren der britischen Anthropologie in die Wissenschaftstradition einbrachten.


Am Anfang des 20 Jahrhunderts wurde in der britischen Sozialanthropologie noch immer der anthropologische Evolutionismus praktiziert. Zwar kam die Theorie der Evolutionisten, durch die immer stärker werdenden empirischen Ergebnisse, ins wanken, jedoch dauerte es bis zum Jahre 1922 bis eine neue Richtung implementiert wurde.
Ausschlaggebend für diese Veränderung waren die Werke, „Argonauten des westlichen Pazifik“ sowie „The Andaman Islanders“ welche von zwei konträre Persönlichkeiten geschrieben wurde und eben 1922 publiziert wurden.[1]

Zum einen war es der von adeligem Geschlecht abstammende Bronislaw Malinowski. Er wurde 1884 in Krakau (Polen) geboren und promovierte zuerst in den naturwissenschaftlichen Fächern, Mathematik, Physik und Philosophie, bevor es ihm nach England zog, um dort an der London School of Anthropologie zu studieren. Durch seinem damaligen Proffesor C.G. Seligman, als auch durch A.C.Haddon, mit dem er in Verbindung stand, beide nahmen 1898 an der Torres Straits Expidition teil, wuchs sein Interesse an der Feldforschung im südlichen Pazifik.

Malinowskis befand sich 1914 in Australien, als der erste Weltkrieg ausbrach. Er war österreichisch-ungarischer Staatsbürger deswegen wurde Malinowski von der britischen Kolonialmacht interniert.
So bizarr es auch erscheinen mag, die Tatsache, dass seine geplanten Feldforschungen weiterführen durfte und von „ Home an d Territories Department of Commonwealth“[2] sogar finanziell unterstützt wurde, nur an die Rückreise nach Europa war für den Kriegsgegner nicht zu denken, trugen bei um die „ethnographische Feldforschung zur systematischen Methode der teilnehmenden Beobachtung“ auszubauen.[3]

Wie lange hätte die Sozialanthropologie weiterhin die Checkliste der „Notes and Queries“ abgefragt, hätte nicht Malinowski sechs entscheidende Veränderungen vorgenommen. [4]
Malinowski lebte als erster Feldforscher mit den Menschen die er erforschte. Er wandte sich einigen wichtigen Themen zu, welche detailliert untersucht wurden und nicht mehr eine ganze Bandbreite Materie wurde oberflächlich Kategorisiert.
Die Gegenwart stand für Malinowski im Fordergrund, denn die Vergangenheit hat für die Funktion keine Bedeutung. Ihm war auch das Erlernen der lokalen Sprache äußerst wichtig, weil nichts verabscheute er mehr als Informationen aus zweiter Hand zu bekommen. Seine letzte Veränderung für die Feldforschung ist der neuentwickelte Schreibstil, der theoretische Positionen und praktische Zusammenhänge des Forschungsprozesses mit Felddaten verband.
Der empirischen Drang eines Malinowski verdankt die sozialanthropologische Wissenschaft diese Kunst der ethnologischen Feldforschung, so wie sie heute noch praktiziert werden sollte.

Malinowski führte während seiner Zeit auf den Trobriand- Inseln neben seinem Feldforschungsdatenbuch auch noch ein Tagebuch . Nach seinem Tode wurde das innere Privateigentum Bronislaw Malinowski seiner Frau Valetta Malinowski ausgehändigt, die es schließlich 1966 veröffentlichen ließ.[5]
Der Spott ließ nicht lange auf sich warten und Malinowski wurden rassistische Züge nachgesagt. Ja es gibt im Buch Stellen wie zum Beispiel „ Rottet all die Bestien aus“ [6], die auf Rassismus schließen lassen, aber nur wenn man es so sehen will, denn im Kontext relativieren sich seine Aussagen wieder. Des weiteren sollte man auch beachten, dass in Malinowskis Tagebuch wiederholt vom Einfluss der Missionare auf die Indigene Lebensweise auf das schärfste Kritisiert wird, dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack an Malinowskis Überheblichkeit hängen.

Das Buch welches 1929 erschien „Über das Geschlechtsleben der Wilden in Nordwest Melanesien“, wie man aus Titel bereits herauslesen kann, die sexuelle Riten, Partnerwahl, Sexualverhalten usw. der Trobriander behandelt.

In einem weiteren Buch von Malinowski, „The Father In Primitive Psychologie", indem er die Freudsche These des Ödipus Komplexes widerlegte zeigt wie umfangreich der Geist dieses Mannes war.

In den Jahren 1922-38 lehrte Malinowski an der „London School of Economics“. Dort verstand er es ausgezeichnet, seinen Einfluss auf die britische Sozialanthropologie geltend zu machen. Seine wichtigsten Schüler waren R. Firth, I. Schapera, Ph. Kaberry H. Kuper sowie M.Wilson.

Als 1942, im selben Jahr wie Franz Boas, der eine wichtige Person für die amerikanische Sozialanthropologie ist, starb, schied auch Malinowski in Chicago unerwartet aus dem Leben.


Die andere Person, welche vor allem für den Strukturfunktionalismus von äußerster Bedeutung ist, ist Alfred Reginald Radcliff- Brown. Er wurde 1881 in Birmingham geboren und von seiner Jugendzeit an, war er ein Sympathisant des Anarchismus, sein Spitzname während seines Studiums war„Anarchie Brown“. Emile Durkheim und der Philosoph Rousseau hatten ebenfalls starken Einfluss auf die Werke von Radcliff- Brown.

Radcliff- Brown war nicht der Empiriker wie es Malinowski war. Obwohl er bereits 1906-1908 auf den Andamanen Inseln Feldforschung betrieb, war für ihn das Erlernen der indigenen Sprache, sowie das genaue Dokumentieren von Daten nicht von Belang. Er arbeitete noch nach der Methode wie sie bei Torres Straits Expedition angewand wurde..
Seine Bedeutung für die Sozialanthropologie liegt vielmehr darin, dass er den Funktionsbegriff der Sozialanthropologischen Analyse in ein neues Licht rückte. Für Radcliff- Brown ist nicht mehr die Frage des Ursprungs und der Vergangenheit wichtig, sondern der strukturiertem Zusammenhang der Gesellschaften beschäftigt ihn. [7]
Radcliff- Brown beliebtestes Forschungsgebiet war Australien. Dort entstand auch sein Buch „The Sozial Organisation of the Australien Tribes“ in diesem er den Beweis einer „erklärten und systematischen vergleichenden Analyse einer typologisierten Klasse der Gesellschaft“ liefern konnte.[8]
Ein weiteres Buch Radcliff- Browns ist „Structure and Function in Primitive Society“(1952), oder nennen wir es lieber Sammelband, da es eine Zusammentragen wichtigste Essays ist. Dort werden unter anderem Themen behandelten wie, „Die Rolle der Rituale in einer etablierten kollektiven Gefühlen und deren Übermittlung auf die Generationen“ oder „die Funktion der Eingeborenen Institutionen für die Reproduktion der gesamten Gesellschaft“, ist für die britische Sozialanthropologie von Bedeutung.



Während Malinowski in England die schillernde Persönlichkeit unter den Universitätsprofessoren war, lehrte Radcliff- Brown in Südafrika, Australien uns in Amerika und machte sich somit einen internationalen Namen.
Erst im Jahre 1937 kehrte er nach England zurück, dort bekam Rdcliff-Brown an der Oxford Universität einen Lehrplatz.
Die Unterschiede in s der Art und Weise wie Radcliff- Brown und Malinowski unterrichteten, waren so groß wie ihre konträren Persönlichkeiten.
Während Radcliff- Brown genau als auch systematisch arbeitete um zusammenhängende Konzepte, Methoden, Daten und Theorien zu einem eigenen Wissenschaftszweig führte- suchte Malinowski die Diskussion mit seinen Studenten um Antworten auf universielle Themen sowie den weltoffenen intellektuellen Lebensweisen zu finden. [9]

So verschieden Malinowski und Radcliff- Brown auch waren etwas hatten sie gemeinsam. Beide erkannten, dass die Funktion nicht in der Vergangenheit zu suchen ist sondern in der Gegenwart stattfindet, und beide hatten großen Einfluss auf die britische Sozialanthropologie.







[1] Fredrik Barth, Andre Gingrich, Robert Parkin, Sydel Silverman, One Discipline Four Ways, University of Chicago Press
[2] Bronislaw Malinowski: Ein Tagebuch im strikten Sinne des Wortes, Seite 6: Neuguinea 1914-1918: Klotz 3. unveränderte Auflage 2003
[3]Andre Gingrich: Erkundungen Themen der ethnologischen Forschung: Seite 183: Böhlau Wien1999
[4]Hans Fischer; Bettina Beer: Ethnologie Einführung und Überblick. Seite 75,76 : Reimer 2003
[5] Bronislaw Malinowski: Ein Tagebuch im strikten Sinne des Wortes, Seite1,2, 3: Neuguinea 1914-1918: Klotz 3. unveränderte Auflage 2003, Vorwort und Erklärung warum sie dieses Buch veröffentlichte.
[6] Bronislaw Malinowski: Ein Tagebuch im strikten Sinne des Wortes, Seite 69: Neuguinea 1914-1918: Klotz 3. unveränderte Auflage 2003, Vorwort und Erklärung warum sie dieses Buch veröffentlichte.
[7] Fredrik Barth, Andre Gingrich, Robert Parkin, Sydel Silverman, One Discipline Four Ways,:24:University of Chicago Press
[8] Fredrik Barth, Andre Gingrich, Robert Parkin, Sydel Silverman, One Discipline Four Ways,: 24: University of Chicago Press[9] Fredrik Barth, Andre Gingrich, Robert Parkin, Sydel Silverman, One Discipline Four Ways, University of Chicago Press